Plattfüßiger Schnöderich & Breitmauliger Imitierer

An dieser Stelle einmal auf einen Schlag zwei gar nicht so nahe Verwandte:

Der Plattfüßige Schnöderich, der seinen Namen seinen platten Füßen verdankt, und der Breitmaulige Imitierer. Ihr Dasein fristen diese meist missverstandenen Geschöpfe kopfüber hängend an Sträuchern, von denen aus sie sich auf ihre Beute stürzen. Durch ihre Lebensweise und ihre perfekte Anpassung an ihre Umgebung wird oftmals auch fälschlicherweise von Sturzfrüchten gesprochen, was natürlich völliger Quatsch ist.

Einzig in Form der Augen und Füße lassen sich diese beiden einwandfrei unterscheiden, wobei der Breitmaulige Imitierer auch von der Statur her meist etwas schlanker ausfällt. Bei Jungtieren ist dieses Kriterium allerdings noch nicht derart ausgeprägt.

Sollte man diese zwei Köstlichkeiten auf dem Speiseplan wollen, muss man sie ganz einfach abpflücken. Zuhause angekommen werden sie halbiert und ausgehöhlt.

Ihre ledrige Haut verträgt viel Hitze und sollte daher vor Füllung im Rohr vorgegart werden. Die Zeitspanne sollte genutzt werden um die Füllung vorzubereiten. Hierfür eignen sich die Innereien und um das ganze ein wenig bodenständiger zu gestalten: rote Zwiebeln. Alles scharf anbraten und mit Gewürzen würzen.

Die leblosen Körper werden mit der Füllung versehen und weitere 20 – 30 Minuten ins Rohr gegeben.

Tipp: Mit einer Schicht Käse entfaltet das Fleisch seinen zarten Geschmack noch besser!

Bon Appetit!

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Der gemeine Mmhbär

Der gemeine Mmhbär ist weitestgehend in dicht bewachsenen Dornengestrüppen anzutreffen und dort eine leichte Beute, denn das wehrlose Tier sucht dort Schutz – ist aber geübten Händen unerbittlich ausgeliefert. Langärmlige Pullover oder Handschuhe sollten für die Jagd vollends ausreichen.

Anders als bei Stachelschweinbären können Augen, Maul und Ohren nicht verzehrt werden, zumindest wäre mir keine Zubereitungsweise bekannt, durch die man ihren markant herben Geschmack übertünchen könnte.

Sollte jemand einen Rezeptvorschlag haben, nur her damit, ich bin Dankbar für jedwede Anregung.

Sein blutiges Fleisch hat eine süß-säuerliche Note und harmoniert hervorragend mit vergorenem Eutersekret. Noch dazu kann es roh verzehrt werden und ist somit auch schon unterwegs eine Gaumenfreude.

Übrigens: Der gemeine Mmhbär leuchtet unter UV-Licht kräftig türkisfarben! Für Nachtjäger ein gefundenes Fressen, lassen sie sich mit einer UV-Lampe umso leichter aufspüren.

Bon Appetit!

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Kohlus rabicus

Heute möchte ich euch ein Exemplar der erdverbundenen Gattung Kohlus rabicus vorstellen. Diese scheuen und langsamen Ackerbewohner ziehen die eher gemäßigteren Temperaturen vor und sind daher eher in den ersten Frühjahrstagen anzutreffen. Besonderes Augenmerk sollte man auf ihre schlacksigen Beine haben, ebenso auf ihren fast als glasig zu bezeichnenden Blick. Durch den kugelförmigen Körperbau ist eine Annäherung als relativ unkompliziert einzustufen, sind sie doch eher träge und langsam. Allerdings sollte man mit Respekt vorgehen. Gerade die scharfkantigen Hörorgane dieser Spezies, die oftmals auch zur Nahrungsaufnahme herangezogen werden, sind in Abwehrstellung gefährliche Waffen und können fürchterlich pieksen!

Frontansicht

Kohlus rabicus ernährt sich zumeist von eingeweichten Stängeln. Dadurch wird auch der geringe Wasserbedarf gedeckt.

Durch einen beherzten Griff an den Nacken packt man ein Kohlus rabicus, bricht diesen, um anschließend die bei älteren Exemplaren ungenießbare Haut abzuschälen. Bei jüngeren Tieren ist sie zwar genießbar, kann jedoch eine gewisse Härte aufweisen, durch die sie vor ihren natürlichen Fressfeinden bestens gewappnet sind.

Bis auf Augen, Ohren und Beinglieder ist alles verwertbar. Selbst aus dem Bauchfell lässt sich eine köstliche Speise zubereiten – an Salz sollte hierbei allerdings nicht gespart werden.

Serviervorschlag: Platzieren Sie gedünstetes Bauchfell mit dem dazugehörigen Kopffleisch auf einem Teller. Umsäumen Sie alles mit den Augäpfeln gelber Sumpfmuckser.

Bon Appetit!

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